Dienstag, 31. März 2020

Das Erdhoroskop von 154 - Konstantin


Konstantin

eine neue Satzung




Es hatte 795 Jahre bedurft, dass eine neue Königskonjunktion die von 642 v. Chr. ablöste. Diese ereignete sich am 8. 7. 154  n. Chr. mitten in der Blütezeit jenes späten griechischen Zweiges philosophisch mystischer Frömmigkeit in Gestalt der „Gnosis“, der damals, von den Kirchenvätern als „Haeresie“ verurteilt[1], blühte, gleichzeitig mit den weiter anwachsenden christlichen Gemeindebildungen.
In jenem Jahr herrschte in Rom der Kaiser Antonius mit dem Zusatz „pius“, was daraufhin deutet, daß er in den Augen der Zeitgenossen dieses in frommer und pflichtgemäßer Weise tat.  So heißt es in der Chronik: „Seine Herrschaft stellt eine der wirtschaftlich blühendsten und innenpolitisch stabilsten Kaiserzeiten dar“. Sicherung gegen die Germanen, Stichwort „Limes“, kennzeichnet die außenpolitische Konsolidierung der jüngstvergangenen Zeit.“[2] An ihn richtete der fromme Kirchenvater Justinus seine „Apologie“, in welcher er um Verständnis der Christen warb und um das Recht ihrem Glauben ungestört leben zu dürfen. Allein – vergeblich, denn Justinus „der Märtyrer“ wurde mit einem Teil seiner Schüler unter Antoninus’ Nachfolger, dem Philosophenkaiser Marc Aurel, enthauptet.

 Zur gleichen Zeit  datiert in Zentralnigeria die Kultur der Nok den Anfang der Eisenzeit südlich der Sahara.

In China erlebt die Chinesische Mauer ab 155 Angriffe der Mongolen, was langfristig zur Stärkung  der Militärs in den Provinzen gegenüber der Zentralgewalt führt.

  
Königskonjunktion vom 8.7.154 im Erdelement

Diese Königskonjunktion, die nun das Welthoroskop  des Erdelements für 853 Jahre stellt,  bis sich am 1.11.1007 die nächstfolgende ereignet,   zeigt  wieder Saturn und Jupiter in der Jungfrau, diesmal auf 3,2°.
Es ist also nach wie vor das Milieu des sechsten Tierkreiszeichens,  das Reifestadium im Jahreszyklus, als Reife der Person der Spätsommer des Individuums,  in welchem die Gestalt dieser Jungfrauen-Jahrhunderte wohnt.
In der Königskonjunktion vom 8. 7. 154 n. Chr.  zeigt sich Mond in Konjunktion mit Mars[3], man weiß nicht wie eng[4], verbunden:  Es ist das Daheim-Sein (Mond = das Volk in seinen Wohnsitzen) verbunden mit dem  nomadisch - unverwurzeltem Schweifen  (= Mars, dem Herrn des Nomadentiers Widder): ein Hinweis auf ein kommendes Geschehen in der Art  von Sippen-, Stammes- und Völkerwanderungen.
Mond und Mars stehen im Skorpion. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich dieses Schweifen  unter dem Zwang gewisser leitender Vorstellungen vollzieht.
Da also  Mond und Mars im Skorpion stehen, ist des weiteren zu erwarten, dass das Geschehen, genauer: sein Wirkendes, sich dort auswirken wird, wo sich – nach heutiger Kenntnis –Pluto, der Herr des Skorpions befand – im Stier.
Das ist die Verwurzelung, „Setzung“ (Stier) mythisch/religiöser Satzung (Pluto) im Zusammenhang einer Zeit in Heimatlosigkeit, und Landergreifung, das ist  Zerstörung und Landnahme, Zorn, Schmerz, und neue  Setzung (Mars/Mond).

Man mag einwenden, hinterher ist das leicht zu sagen. Aber ist das leicht- Können tadelswert? Ist der Zug der äonischen Gestalt, hier der Erde,  nicht Bewusstseinswürdig? 

Aber das vom Schicksal den Völkern Zugemessene ist damit noch nicht voll beschrieben: Uranus, Aufheber, Umwerfer und Schöpfer neuer Visionen aus den Tiefen des unbewussten Geistes[DP1]  hat über Quadrat[5] zum Mars Teil an dieser komplexen Konstellation.
 Das Hinzutreten des Uranus bedeutet: Ergriffenwerden durch ein neues Bild des Himmels =Wassermann, damit verbunden (Quadrat) völliger Neubeginn auf Erden im Reich (Stier), und im Glauben (Skorpion = Mythos)d. h. in der Anschauung des Geoffenbarten.
Das in diesem Sinne wohl größte und am weitesten tragende Ereignis in diesen ganzen achteinhalbhundert Jahren ist dieses, welches, wie mir scheint, das dritte große Datum der Christenheit (neben der Geburt und dem Tod des Erlösers) darstellt. Es ist für Leopold Ranke „eins der vornehmsten Ereignisse der gesamten Geschichte“.

Weltwende am Tiber

Ereignete sich am 28. 10. 312.
Dieser Tag sieht im 1065. Jahr seines Bestehens[6] den Bruch des römischen Staates mit seiner Staats-Religion des antiken Heidentums, seinen Orakeln mittels der Vogel- und Eingeweideschau und seinen Opferzeremonien für die als Gottheiten zu verehrenden Kaiser. Diese als Götzenverehrung zu verweigern, und gelte es die Todesstrafe,  war damals die Glaubensprüfung eines jeden Christen. Sie bestanden zu haben angesichts des drohenden Märtyrerschicksals durch Feuer, Schwert, oder wilde Raubtiere in den Arenen, erfüllte die Welt mit einem neuen, nie gekannten, so biederen wie heroischen Menschentum. Dieses in allen Teilen des überalterten Reiches sich ausbreitende psychische Wunder, über zweihundertfünfzig Jahre am todbedrohten Glauben festgehalten zu haben, hat die Machtlosen schließlich zur neuen großen Seelenmacht in der Welt werden lassen.
Es gab freilich nicht nur Verfolgungen für das aufblühende christliche Leben, es gab auch immer wieder Orte und Zeiten der Ruhe, aber diese blieben immer Inseln auf Widerruf im allgemeinen menschlichen Meer von Neid und Willkür. Vergeblich hatte der Philosoph Justinus („der Märtyrer“) den tugendhaften Kaiser Antoninus in einer Apologie um das Recht, Christ-Sein zu dürfen, angefleht. Unter dessen Adoptivsohn, den Philosophenkaiser Marc Aurel, wurde er verhaftet und mit mehreren Freunden nach Misshandlungen enthauptet.
  Fast dreihundert Jahre lang war christlicher Glaube die Kraft und Hingabe Einzelner gewesen, der Welt ein nie gesehenes Bild gemeinschaftlich gelebter Sanftmut, Fürsorglichkeit, Tugend und Zuversicht in die dampfenden Menschenställe des städtischen römischen Bürgerzynismus hineinzustellen. Der Tod stand unter Umständen darauf, junge Frauen als Katchumenen im Glauben unterwiesen und getauft zu haben.[7] Das unbegreifliche Wunder der massenhaften Todesverachtung über dreihundert Jahre hin zeigte dieses Es, vor dem am Ende keine geschichtliche Macht bestehen konnte und kann: die Kraft der von einem Neuen Geist ergriffenen Menschenseele.


28. 10. 312. Schlacht an der Milvischen Brücke


Dieser Tag, der die Aussöhnung der römischen militärischen Weltmacht mit der neuen seelischen Weltmacht eröffnete,  der Weltreligion des Christentums, er muß die „Schaltknöpfe“ der Königskonjunktion in sinnvollster Verbindung zeigen mit der Himmelskonstellation des Tages.
Genau genommen markiert dieser Tag den Durchbruch in dem jahrhundertelangen Prozess. In der Schlacht an der Milvischen Brücke über den Tiber, vor den Toren Roms, gegen den westlichen Mitkaiser Maxentius entschied sich, daß dem bisherigen Cäsar und nunmehrigen alleinigen westlichen Kaiser Constantin die Macht zufiel, alle Verfolgungen, denen die Christen wieder und wieder ausgesetzt waren, für immer zu beenden. Den christlichen seiner Soldaten hatte Constantin vor der Schlacht erlaubt, das Monogramm mit dem Christenkreuz in ihre Schilder zu ritzen.  Die Legende erzählt, vor der Schlacht habe eine Vision, eine blendende Lichterscheinung am Himmel, ihm verkündet: „In diesem Zeichen wirst du siegen“.
Durchbruchstag der römischen Christentumes - betrachten wir also den himmlischen Fahrplan an diesem Schicksalstag:




[1] von gr. airesis= Anschauung, Schule, Sekte.
[2] Chronik Handbuch. Daten der Weltgeschichte. Gütersloh/München 1995, S. 90
[3]     Um 0:00 Uhr stehen sie im Abstand von 2,6°, die Königskonjunktion vollzieht sich irgendwann im Zeitraum zwischen 23:00 am Vortag(Mond 9,3° C) und ca. 3:00 am 8.7. (Mond = 11,7° C) Nach übereinstimmender Auffassung der meisten Astrologen beginnt die Konstellationsresonanz ab einem Abstand von 7° zu wirken. Nach Auffassung von Meistern wie Morinus (1583 – 1656) gelten bei Sonne- und Mond-Resonanzen größere Abstände, so beim Mond schon ab 15° (Astrologia Gallica).
[4] Die Tageszeit der Königskonjunktion lasse ich offen, dann ist es für Mond auf  jeden Fall der Tag des Übergangs über Mars(– Uranus – Pluto). Damit sehen wir den  schon von Solon her bekannten  Uranus- Pluto- Code  = „Neue Satzung“, hier (154 n. Chr.) erweitert durch Mars = das sündenfreie,  kindlich primitive „Rauben“.
[5]     88° zum Mars, das (fast) perfekte Quadrat.
[6]     21. 4. -753 lautet das „Gründungsdatum Roms“ nach dem Gelehrten Marcus Terentius Varro (116 - 27 v. Chr.). Archäologisch belegbar sind Siedlungen seit dem 10. Jahrhundert v. Chr. Die eigentliche Stadt wurde wahrscheinlich im 7. Jahrhundert v. Chr. durch die Etrusker gegründet.“ Chronik,  S. 32.
[7]  Als Beispiel: s.: Marie-Louise v. Franz, „Passio Perpetuae“, Zürich, 1982.


Königskonjunktion im Erdelement v. 154 n. Chr.




Transit 28. 10. 312

Wir können durchzählen: 6 von zehn Königsplaneten sind besucht, haben also einen Transit, entweder in Konjunktion, aus der Opposition oder aus dem Quadrat heraus.
 Diesen Transit-Komplex aus sechs Planeten in seiner Bedeutung mit einem Blick zu übersehen ist schon schwer,  zu deuten fast unmöglich, zum mindesten für ein bescheidenes  Vorstellungsvermögen, wie das meine. Wenn man den Gesamtkomplex dieses Tages in einem Bild, einem Gleichnis unterbringen könnte, wäre er anschaulicher.[1]
 Zur Veranschaulichung der astrologischen, d.h. archetypischen „Schicksals-Chemie“ scheint mir das Gleichnis vom Lied und vom Singen geeignet. Das hieße also: Pluto „singt“ wie immer sein priesterliches Satzungslied. Im  Stier „singt“ er es als Priester der Reichs- und Stammesgötter auf Erden: dem Kaiser des Reiches als zu verehrendem  Gott opfernd zu gedenken heilt das Reich und bringt ihm Kraft; das Opfer zu verweigern schwächt den Geist und die Kraft seiner Truppen. So der Grundgedanke der Christenverfolger, gemäß dem Königspluto im Stier.
Nun hat jeder Planet am Himmel sein eigenes archetypisches „Lied“. Das des laufenden Mondes ändert sich, gemäß seiner Wanderung durch die Zeichen,  alle zwei, drei Tage, das des Merkurs alle drei, vier Tage, kann aber auch, bei Rückläufigkeit, Wochen im selben Motiv verharren[2]; das Sonnenlied wechselt im Takt der Monate, usw.; Uranusmotive verklingen nach sieben Jahren, die des Neptun nach vierzehn Jahren und das Satzungslied des Pluto wechselt in extravaganter Weise: im Durchgang durch z.B. den Krebs dauert das Motiv 27 Jahre an, im Schützen – unsere Gegenwart – dauert es nur 13 Jahre: die Pluto-Bahn ist extrem elliptisch.

Vater und Sohn


 Zu der Zeit, da Konstantin das Erbe seines kaiserlichen Vaters antrat, änderte sich „zufällig“ auch am Himmel das Motiv des täglichen Satzungsliedes. Das Gewesene war das Motiv des Väterlichne des (Pluto im Steinbock) Es hatte die letzten 15 Jahre des Constantius Chlorus begleitet, des Vaters von Konstantin, der auch schon aus der römischen Staatsreligion herausgewachsen war, der monotheistisch zu einen einzigen Vatergott im All betete.
Gleichzeitig mit dem Leben des Vaters hatte auch das Steinbockmotiv als himmlisches Satzungslied geendet. Die nun folgenden 22 Jahre gehörten dem Satzungsmotiv des Wassermanns: Mit „Gott ist Vater und wohnt im Himmel“, übernimmt er das Motiv des Steinbocks und fügt das des Wassermann hinzu: „seine Güte ist Geist, der uns als Tröster einwohnt“: Licht vom kosmischen Menschen. Es ist das Motiv des Heiligen Geistes im  Evangelium der Christen,  das Motiv der Jenseitserfüllung der täglichen Gegenwart.
Dieses Motiv also begleitete die ganzen sechs Jahre von 306 – 312 Konstantin bei Verteidigung und Ausbau seiner Stellung. In dieser ganzen Zeit bewegte sich Pluto im Resonanzbereich von 5° Wassermann, dem Standort des Königsuranus. Damit besangen gleichsam zwei Stimmen in zwei verschiedenen Liedern gleichzeitig ein Motiv. Uranus singt das Schöpfungslied vom himmlischen Menschen und Pluto singt im Wassermann sein Satzungslied vom himmlischen Menschen. Und die Astrologen haben das im Auge zu behalten und darüber Kunde zu geben, wie sich das Satzungslied des Pluto allein schon im Durchgang durch den Wassermann, hier aber gar in der Gegenwart des Uranus, ändert, wie es immer uranushaltiger wird.



[1] „Was ein archetypischer Inhalt immer aussagt, ist zunächst sprachliches Gleichnis. Spricht er von Sonne und identifiziert mit ihr den Löwen, den König, den vom Drachen bewachten Goldschatz und die Lebens- oder „Gesundheitskraft“ des Menschen, so ist es weder das eine noch das andere, sondern das unbekannte Dritte, das sich mehr oder weniger treffend durch alle diese Gleichnisse ausdrücken lässt, das aber – was für den Intellekt stets ein Ärgernis bleiben wird – unbekannt und unformulierbar bleibt…“ C.G.JUNG

[2] Rückläufigkeit: Entweder die Erde überholt einen langsameren Planeten oder Merkur bzw. Venus ziehen zwischen Sonne und Erde ihren, zweidimensional gesehen,  rückläufigen, Halbkreis  vor der Sonne.






Welthoroskop und Weltwende

Allein, zunächst hat sich, entgegen der himmlischen Forderung nach erneuerter Satzung, in dem von uns betrachteten Ausschnitt der Welt nicht viel geändert. Im Herrschaftsbereich Constantins sind die Christen weiterhin unbehelligt, in den übrigen Teilen des Reiches dauert die Verfolgung bis 311 an. Mithin entsteht der „Sog der unerfüllten Konstellation“ – eine energiegeladene Schicksalswolke.
312 zur Zeit der entscheidenden Schlacht, war mittlerweile der uranushaltige Pluto auf 8° vorgerückt, hatte aber die genaue Quadratur mit dem heidnischen Reichspluto auf 11° Stier noch nicht erreicht, der Sender war gewissermaßen noch nicht ganz scharf eingestellt.
Stattdessen aber war Pluto dort angekommen, wo das Zentrum des Resonanzraums der Mond/Mars/Uranus/Pluto-Konstellation der Königskonjunktion sich befand: ihre äußeren Komponenten Pluto (11°)  und Uranus (5°) hatten einen Quadrat-Abstand von 6° und die Mitte davon liegt auf 8°. Genau auf diesen 8°, in nächster Nähe zum Königsmars auf 7°, steht Pluto am Tag  der welthistorischen Durchbruchsschlacht.
 Den Königsmars mit seinem Lied vom Einbruch (des Neuen) besuchen an diesem Tag außer Pluto: König Sonne mit seinem Kraft-Lied der Selbstverschwendung und der Merkur mit seinem Lied vom Nutzen der Unterscheidung. Das Königslied der Verschwendung ertönt nie voller als am Abend eines entscheidenden Sieges, da nun, nach dem Sieg, es ans königliche „Verschwenden“ geht: ans Schenken, ans Belehnen und Verleihen von ziviler und militärischer Macht.

Und es hat der Tag der Schlacht an der Milvischen Brücke noch eine andere Gruppe von „Liedern und Sängern“ gesehen die ebenfalls Besuch von göttlichen Planeten/Sängern des Tages hatten: es sind die Königs-Sonne und der Königsmerkur von 154 n. Chr.



Königskonjunktion v. 154 mit Transiten von Mars und Neptun

Es ist die Krebssonne der Königskonjunktion, die hier die Neptun -Resonanz empfängt. Sonne (=Löwe) ist „der Spieler“ des Tierkreises, ihr/ihm ist aufgegeben, in spielender Hervorbringung das Potential des 'ganzen Systems' zu „verschwenden“; wo man die Sonne stehen hat, dort soll verschwendet werden – Wo denn auch sonst? - und Merkur (=Zwillinge=Jungfrau),  kluger Berater steht in ausreichender Nähe, so daß von einer Sonne/Merkur - Verschwendung der Königskonjunktion zu reden ist.
Hier nun also, bei der Sonne,  herrscht die Wirkung der drei, vier Jahre andauernden Wanderung des Neptun über die Resonanzgrade der Königssonne.
Was „will“ der „Neptun“ genannte Archetyp, besser, was zeigt er an? Die Zeitqualität oder Matrix,  die er aktualisiert oder anordnet,  trägt  den Namen  Fische weil sie für das das kosmische „Erinnerungsbild“ stehen, Erinnerung an  jenes unbegrenzt sich erstreckende Innere, welches belebt ist: das physio/psychische 'Meer' des Unbewussten.
 Als Dynamis, als Beweger in den Welten der Fische, trägt Neptun den römischen Namen der griechischen Gottheit aller Gewässer: Poseidon mit dem Dreizack, Erderschütterer und Geliebter der schrecklichen Medusa. Das „Wasser“ genannte, vierte  Element weist immer auf den fließenden inneren Vorgang; der Gott der Gewässer  weist auf die unvorstellbare Macht, mit welcher die inneren,  physio/psychischen 'Ergriffenheiten' die Tatsachen der äußeren Welt bewegen.
 Innenwelt + Außenwelt, auf beiden Seiten des kosmischen Spiegels „Archetypus“ schießen – wie in der physikalischen Mutterlauge die Kristalle – so schießen in der archetypischen „Mutterlauge“ die Symbol-Kristalle an, gleichzeitig außen wie Innen. Und so ist äußeres oder Weltgeschehen genauso Symbol -  wie es inneres psychisches Geschehen ist.  
 Fische also ist Zeichen der ersten und letzten Zeit - Ende und Anfang des Tierkreises, Zeichen der aus dem Hintergrund in den Vordergrund tretenden, ablösenden Gestalt, und Zeichen der Erlösung von alter verbrauchter Offenbarung, denn deren Symbole bergen nur noch Gewesenes und nichts Kommendes mehr,  so ist Neptun/Fische die Zeit zum Untergang für verbrauchte Einstellungen und für die jüngsten Triebe kommt endlich Luft zum Atmen.
Immer ist das Ziel der „Kindwerdung“ die Entstehung einer neuen psychischen Einstellung im Inneren und nach außen neuer Umgang mit der Welt.  Außen aber bedeutet „Kindwerdung“ gleichzeitig, daß eine Welt reif ist für den Besuch des Neptun, daß sie sich nach dem „Besuch“ des Kind-Symbols sehnt (und sich dessen zugleich nicht bewusst ist).
Daher erscheint also der Geist der Fische im Symbol des Kindes.

„Die Kindwerdung […] ist oft nötig, um eine unpräjudizierte, naive, hinnehmende Bewußtseinslage herzustellen. “ (Jung)

Wie tiefsinnig dem Symbol der Kindwerdung nachgegangen werden will, zeigen die Überlegungen, die der („glänzendste aller“) JUNG-Schüler, ERICH NEUMANN in einem ERANOS-Vortrag 1953 angestellt hat:

„Das Kind, das seine Ganzheit noch nicht hat teilen müssen, lebt in der noch ungeteilten Welt. Das Irdische ist ihm unirdisch und das Unirdische irdisch. Es ist noch nicht gezwungen zu trennen und Gott ist ihm Vater, Vater ist ihm Gott, die Mutter die Welt, und Welt und Mutter sind ihm noch ein und dasselbe. Hier lebt die Transparenz des Irdischen in ihrer ursprünglichen Ganzheit. Alles Natürliche „bedeutet“ und ist symbolisch, alles Symbolische wird als Natur und als tägliche Wirklichkeit erfahren. Gleichzeititg aber ist dieses Kind einmalig und einzig in seiner Ganzheit, und in der Wachheit seines Gegenwärtigseins ist immer gerade die Unwiederholbarkeit des schöpferischen Lebens, das in jedem voll erfassten Augenblick die Reinheit der ursprünglichen Ganzheitswelt offenbart."

Überlegungen, wie diese zeigen den machtvollen, komplexen Gehalt an, den  ein ewig lebendes - unverlierbar in uns lebendes Symbol – hier Fische/Neptun/Kind – enthält, Gehalt an vielfältigsten sinnvollen Gleichzeitigkeiten.

Seine Resonanz nun schickt Neptun 312 n. Chr. aus der Waage. Was ist der Liebe, was ist dem Frieden geschehen, kann man fragen, daß im Zeichen der Waage ein so ganz neuer Beginn konstelliert ist, gewissermaßen eine Neu(er)findung der „Befried(ig)ung“ welche die Waage immer verheißt, da in ihrem Zeichen, im Auf – und – Ab ihrer Schalen, immer Platz für zwei ist? Neptun ist mit seinen Besuchen nicht verschwenderisch: nur alle 164 Jahre erneuern sie sich aber sind immer Besuch des Erlöserarchetyps und zeigen die Verbrauchtheit des bisher leitenden Symbols an, und  die Ankunft der neuen Offenbarung.
Dieses archetypische Motiv  der Kindwerdung also trifft hier auf die Königs-Sonne. Und wenn Sonne die souveräne, „königliche“ Verschwendung des „Ich“ bedeutet, so geschah an diesem Tag eine komplette Weltauflösung, nämlich die ganze Welt der Tetrarchien ging mit dem Tetrachensohn Kaiser Maxentius unter,  die des siegreichen Vereinigers Konstantin  begann natürlicherweise mit der personellen Bereinigung der alten korrupten Strukturen. Sonne/Neptun: „Verschwendung“ von neuem Leben an alte und neue Vertraute des neuen Kaisers. (Fortsetzung folgt)

Murnau, 31. 3. 2020, UTC:16:59

Die Entdeckung des Welthoroskops 1007 - 1802




Dienstag, 10. März 2020

Elemente und Königskonjunktionen

Vom Reich der zwölf Zeichen hinunter zum Reich der Vier Elemente wie sie sich auf  die 12 Zeichen verteilen 



die vier Säulen der Zeit deren 10 Herrscher/innen sich alle ca 200 Jahre zur Königskonjunktion versammeln.

Murnau, 10. 3. 2020, UTC 19:50.

Dokomentation



kommentar dazu.

das ist das Balancevermögen einer Waage, der ein Widder begegnet auf 16° Steinbock im 3. Haus, also über den realen Parteien, Wirtshaus, Cafe, 3. Haus, Orientierung im Raum. 

Und vorhin beim Krönner kommt  wuider Hund an den Tisch a wilder weicher Freund,  alle Wirtschaften Hausverbot, aber bei Irma is er handzam und bei der Bedienung soweit gelitten, dass er bei uns sitzen darf, was er genießt, aber ausgeschenkt bekommt er nichts. Sauberer Steinbock- Komplex mit allen Beteiligten in der Wirtschaft, die im übrigen  leer war wie nie von wegen dem Virus.

Echt, das is ja dees.


und wenn man jetzt den 'wilden' anschaut 



im Moment der Begegnung


da brauchen wir nur nach dem Aszendenten zu schauen und sehen , was im Moment aufsteigt:

ein kompliziertes komplexes in sich widersprüchliches paradoxes Soziales 2. Haus,  begegnet 'seinem'  väterlichen Saturn-Fisch in den Fischen, und alles ist gut. Der 7.2° Fische nun ist bekanntlich meine Sonne.









Montag, 9. März 2020

Archiv: Saturn/Pluto in Steinbock



Die Konstellation  Saturn/Pluto in Seinbock ist extrem selten. Zuletzt gab es sie um die Jahreswende 1517/18


5. Januar 1518
Mitteleuropa mittags

 die Analen von Europa 
verzeichnen  nichts  Besonderes 
zu der Zeit

doch unsichtbar herrscht
 dass die Seele mit Pluto Ruhe beim Vater sucht
dass die Vernunft des Merkur sich dem Vater erschließt
dass der König und Vater im eignen Reich regiert
Seele und Geist aber sind nicht verzeichnet 
in den Analen 
nur zu Taten gereifte 
Ergriffenheiten


***
etwas 1517 
wieder im Vorfeld
aber schon unter 
Pluto in 
Steinbock
der Mönch und das Gewissen

 noch Saturn in Schütze
dessen Boden für Jupiter 
das Geschiebene
Jungfrau 
ist
31. 10. 1517, Luther schlägt seine 95 Thesen
an die Schloßkirche zu Wittenberg

und mit Uranus ist wieder der Geist
unter dem Volk



Entwurf 5. 1. 2020,  UTC: 16:20.
Murnau den 6. 1. 20100 UTC 16:31+ 17:21.






Donnerstag, 2. Januar 2020

TAGE UND ÄONEN - 2.600 Jahre Königskonjunktionen - Elemente einer Weltastrologie




„Die Aufgabe des Menschen nämlich wäre …, sich 
dessen, was vom Unbewussten her andrängt, 
bewusst zu werden, anstatt darüber unbewusst oder
 damit identisch zu bleiben. In beiden Fällen würde er 
seiner Bestimmung, Bewusstsein zu schaffen, untreu. 
Soweit wir zu erkennen vermögen, ist es der einzige
 Sinn der menschlichen Existenz, ein Licht anzuzünden
 in der Finsternis des bloßen Seins. Es ist sogar anzunehmen, 
dass, wie das Unbewusste auf uns wirkt, so auch 
die Vermehrung unseres Bewusstseins auf das Unbewusste.“ 

C.G.JUNG, Erinnerungen, Träume, Gedanken, S. 329.

Dieser Versuch ist nicht entstanden, weil ich unbedingt ein Buch schreiben wollte.
Tatsächlich hat es mich nie in meinem Leben gedrängt, Stunde um Stunde in konzentrierter Bewegungsarmut vor einer Schreibmaschine oder einer Computer-Tastatur zu sitzen. (Wie es jetzt der Fall ist).
Ich hätte auch gar nicht gewusst, was Großartiges ich mitzuteilen gehabt hätte, an Einfällen zu Phantasiegeschichten bin ich  deutlich arm.
Als aber gegen Ende der neunziger Jahre, nach inzwischen zwanzig Jahren Astrologie-Verrücktheit und Astrologie-Nüchternheit, mir ganz unerwartete Erkenntnisse entgegenkamen, wurde mir bewusst, daß ich begann,  eine Art Geheimnisträger zu werden. Einsam wider Willen - mit wem, außer wenigen Schülern, konnte ich das Entdeckte teilen – wem aber auch konnte das Entdeckte nützen, solange es nur „in meiner Brust“ gehütet war?
Ich musste notgedrungen lernen, zu schreiben, Bewegungsarmut vor dem Computer in Kauf nehmen und mit Spaziergängen kompensieren,  um das unerwartete Stück Welterkenntnis, das mir zugefallen war, irgendwie dem Bewusstsein der Allgemeinheit nahe zu bringen. Der vorliegende Versuch ist das Resultat der Arbeit der letzten fünf Jahre. (2005) Er enthält nicht mehr aber auch  nicht weniger als Elemente eines neu entdeckten Kalenders.
Ich hatte  eine Art rätselhafter Spiegelung entdeckt. Sie pflegte sich dann zu zeigen, wenn mir ein Bild einfiel, das eine historische Situation treffend fasste. Diese Spiegelung spiegelte dann die Gleichzeitigkeit 1. eines Ereignisses, 2. einer Gestirnsstellung am Ereignistag, 3. der Stellung eines „Königsgestirns“, und 4. last not least, meines dem Einfall  beiwohnenden Bewusstsein. Die  Situation ließe sich  in folgendem Quaternio[1] oder Gegensatzkreuz darstellen:


   


Da ein Einfall etwas ist, was einem zustößt, das man weder erzwingen noch lenken kann, so verrät sich im Einfall ein autonomer Akt des unbewussten Selbst, welches mit diesem Einfall bekundet, dass ihm an einem Stück Angliederung ans Bewusstsein gelegen ist.
Und wieder und wieder hat mich das Unbewusste in den letzten Jahren mit seiner Präzision und seinem 'Wissen' überrascht.
     Das jüngste Beispiel ereignete sich, als mir Athen zur Zeit der Schlacht von Salamis einfiel, so dass ich zur Brotzeit ein wenig in Rankes „Weltgeschichte“ las.

 Im Golf von Salamis unweit von Athen wurde  480 vor Chr.  die persische Weltmacht zu ihrer eigenen maßlosen Überraschung von der Flotte der Griechen unter Führung der Athener vernichtend geschlagen.
Aber nicht  um diese Schlacht selbst ging es mir, sondern um das, was vorher geschah. Um es kurz zu machen: die Athener fragten angesichts der drohenden persischen Invasion beim Orakel zu Delphi nach. Dieses antwortete:

„Elende, sitzt ihr noch da? Auf, flieht bis ans Ende der Erde…“ (Herodot, Buch VII, 140).

Die völlig Schockierten nahmen   Rat an und gingen, mit Ölzweigen in der Hand, ein zweites Mal als Schutzflehende zum Orakel. Diesmal gab es einen schwachen Hoffnungsschimmer:
„hinter hölzerner Mauer“ 
allein sei Schutz zu erlangen. Fragte sich, was darunter zu verstehen war? Gegen die Deutung der Orakeldeuter entschieden sich die Athener schließlich für die Deutung eines der Edlen ihrer Stadt, Themistokles: die hölzernen Mauern seien als Schiffswände aufzufassen.

So ist beim Heranfluten der Perser Athen evakuiert gewesen und der wehrhafte Teil seiner Bürger befand sich auf jenen Hunderten von Schiffen,  für deren Bau die Athener, auf Rat des Themistokles, schon früher, die  durch  neu erschlossene Silber-Gruben gewonnenen Reichtümer angelegt  hatten.

Diese Geschichte weckte in mir die Frage: Wie mag es am Himmel ausgesehen haben, als eine ganze Stadt sich gewissermaßen aufs Meer zurückzog? Wie sah sie aus am Himmel,  die amphibische Stadt? Nach astrologischer Zuordnung kann die Antwort nur aus folgenden Gestirnen hervorgehen: aus der Stier-Venus = die Stadt, und aus Fische - Neptun  = das Meer.

Für eine Antwort dann der Blick an den Himmel. Die Astrologen der Antike hätten allerdings nicht nach dem Neptun Ausschau gehalten, denn der ist erst 1846 entdeckt worden. In der Anschauung ihrer Zeit wurden die Angelegenheiten der Fische vom Jupiter angezeigt  dem damaligen Herrn von Schütze und Fische, nach diesem also hätten sie Ausschau gehalten und dann hätten sie noch zwischen der Fische - Bedeutung des Jupiter und seiner Bedeutung als Herrscher des Zeichens Schütze zu unterscheiden gehabt.
Wir hingegen haben in Punktp Meer nach dem Neptun zu schauen, aber wegen seiner großen Entfernung ist er bekanntlich mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Und wir bedienten uns noch bis vor kurzem der Gestirnsstandstabellen, jener „Tafeln der Nacht“, welche Ephemeriden (von gr. ephemeris = Tagebuch) genannt werden. Aus ihnen entnahmen wir die täglichen Gestirnsstände. Bis zum Computer-Zeitalter waren Ephemeriden gedruckt, heute erhält man sie kostenlos im Internet für einen Zeitraum von 7000 Jahren. Abgelesen und aufgezeichnet führen uns die jeweiligen Gestirnsstände zur Frage ihrer Bewertung und damit zur Bedeutung der Konstellationen.






Diese Abbildung für 'stehende Rythmik' zeigt das Schwingungsbild, welches entsteht, wenn eine Stahlplatte mit feinem Sand darauf in Schwingungen versetzt wird. Ich zeige sie, um eine sinnliche Vorstellung zu vermitteln, wie die unsichtbaren „stehenden“ Resonanzen aussehen, die mit Sonne, Mond und  den verschiedenen Planeten wandern. Wo immer sie auch gerade durch den Tierkreis laufen, immer sind das 180°- Gegenüber und die beiden 90°- Ecken im Tierkreis  ihre  Resonanz-Knoten, und wann immer ein Licht/ Planet durch diese Resonanzzonen geht, ist es/er  konstelliert, d.h. es reagieren die Resonanzschwingungen die er durchläuft, mit seinen eigenen. Wohlgemerkt, was ich 'Resonanzen' nenne, sind (bislang) keine physikalisch messbaren Tatbestände, sondern Analogien zeitlicher Entsprechungen.

Ihr gemeinsames 'Schwingungsprodukt' aber tritt wiederum in Resonanz zu unseren jeweiligen eigenen Schwingungen gemäß dem eigenen Horoskop. Das Resultat,  Transit-Konstellationen sind physio/psychische Intensitäten, nach dem Motto: die 'Götter' als Stifter von Intensitäten.

Hier die Funktionezeichen  struktureller Verknüpfungen:

Die Winkel von  0°, 90°, und 180° werden Konjunktion, Opposition und Quadrat genannt; sie sind
die Hauptkonstellationen, die anzeigen dass in der Welt gerade an passenden Orten verschiedene Welt-Komponenten zu einem gemeinsamen Geschehen vereinigt „schwingen“. Angemerkt sei, dass in  der Astrologie über diese vier Hauptkonstellationen hinaus alle möglichen Winkelstellungen der Gestirne beobachtet und gedeutet werden. [2]

Es ist Erfahrung, dass es des Idealfalles einer Konjunktion von 0° oder eines Quadrates von 90°, oder einer Opposition von 180° oft nicht bedarf, damit eine Wirkung sichtbar wird: schon das Vorfeld eines noch „schwaches Quadrates“ in einem Winkel von  sagen wir 85° wirkt oft  schon als Konstellation. Man nennt diesen Wirkungsraum „Orbis“ und Astrologen begrenzen ihn  mehr oder weniger auf 7°, Sonne und Mond auch mehr.

Würde alles Geschehen allein von den aktuellen Tageskonstellationen angezeigt, so wäre am Himmel über „Salamis“ die Venus und der Neptun in einer von diesen drei Hauptkonstellationen verbunden, ohne wenn und aber. Schauen wir auf das Tageshoroskop mit den damals bekannten Planeten so ist keine Hauptkonstellation  von Venus mit Jupiter zu erkennenHöchstens dass Fische-Herrscher Jupiter im Städte-Zeichen Stier steht. Aber das geschieht alle 12 Jahre für ein Jahr und reicht als Anzeiger für eine historische Situation nicht aus.
 29.9.480 v.   Chr. Seeschlacht im Golf von Salamis, antiker Stil

Nimmt man vorsichtshalber die Zeit von Spätsommer bis Spätherbst des Jahres in Augenschein, so zeigt sich, dass die Venus erst zu Anfang November eine eindeutige (Quadrat-) Resonanz zum Neptun aufweist.

Nun die Konstellation nach den heutigen Feinberechnungen:

 29.9.480 v.   Chr. Seeschlacht im Golf von Salamis


Man sieht  keine Verbindung der Venus weder mit Jupiter noch  mit Neptun.  Einem derart prägnanten Zustand wie „Stadt auf dem Wasser“ entspricht nach aller Erfahrung ein deutliches Himmelsbild mit direkter Verbindung der beiden fraglichen Gestirne.

Das zweite Orakel hatte aber geendet mit folgenden Worten:

„ Göttliche Salamis, du wirst vernichten die Kinder der Frauen,
 Wenn der Demeter Getreide gesät wird oder geerntet.“[4]

Jedoch – die Tageskonstellation gibt keine zwingende Analogie zum Geschehen auf der Erde her.

Nun der Versuch mit der Königskonjunktion. Hier wird der Leser fragen, was man sich denn unter einer Königskonjunktion vorstellen soll.
Im ersten Kapitel gehe ich ausführlich auf diese Frage ein, daher hier in der Einführung nur soviel: es ist ein Treffen von Saturn und Jupiter, unter Umständen, wie sie nur etwa alle 800 Jahre einmal vorkommen. Wenn nun im Moment des Treffens der beiden Planeten eine Momentaufnahme des gesamten Sonnensystems, von der Erde aus gesehen, vorgenommen wird,  so hat man die Königskonstellation mit den genauen Tierkreisorten, an welchen die jeweiligen Lichter und Planeten, die ganze himmlische Gesellschaft, im Moment lagerten.

Hier die Königskonstellation von - 642 v. Chr. im Erdelement, wie sie bis 149 n.Chr. maßgebend war:


und hier der Transit des Tages von Salamis auf die Königskonjunktion, das Bild ist verblüffend:

 Nicht nur zeigt die Königskonjunktion für die 790 Jahre ihrer 'Herrschaft' über die Angelegenheiten des Erdelements generell die Venus/Neptun-Verbindung, sondern am Tag (in den Tagen) von Salamis kommt der laufende aktuelle Neptun als Transit hinzu.

1. 11. - 642
Königskonjunktion im Erdelement
Transit 29.9.-480

In  der „Königskonjunktion“ von 642 v. Chr. lag die Venus auf 13,6° Schütze
 162 Jahre später finden wir Neptun am Frühherbsthimmel von 480 v. Chr.
 in seiner damals aktuellen Stellung: 
sie beträgt 12,3°  Schütze

1. 11. -642
Königskonjunktion im Erdelement
Transit 29.9.-480 komplett

Da ist es nun,  dieses feststellbare „Etwas“, das, soweit mir bekannt, mit bisherigen physikalischen Hypothesen noch nicht  erklärbar ist: eine aktuelle Gestirnsstellung geht mit einem Gestirn einer „Königskonjunktion“ die (in diesem Falle) 162 Jahre zurückliegt, zwingend genau eine Konstellation ein, der ein bemerkenswertes reales Geschehen auf der Erde aufs Haar entspricht. Ein „Zufall“, in der umgangssprachlichen Bedeutung, ist auszuschließen, wenn nachgewiesen werden kann, daß derartige „Zufälle“ sich wiederholt einstellen.
Wenn dem so wäre, wie wäre das möglich?

Die Antwort auf diese Frage scheint in den Eigenschaften der rätselhaften Archetypen und der noch rätselhafteren Analogie zwischen Planeten, Tierkreiszeichen und eben jenen Archetypen  zu liegen, deren Beobachtung und Beschreibung Gegenstand des Lebenswerkes von C.G.JUNG war, weshalb es an Verweisen auf jungsche Formulierungen und Gedanken in dieser Arbeit nicht fehlt. Aber,  um es deutlich zu sagen: bevor wir an die Klärung des Rätsels gehen können, bedürfen wir erst einmal  seiner Darstellung. Um diese habe ich mich in den folgenden historisch-astrologischen Skizzen bemüht.

Als Analogie, um die Wirkung der Planeten/Archetypen zu beschreiben, dient mir die Radioaktivität: es ist, wie als wenn eine Stelle im Tierkreis (13° Schütze) gleichsam kontaminiert ist durch das Licht eines jeweiligen Gestirns, welches an einem bestimmten „Knoten“-Termin (Königskonjunktion), von der Erde aus gesehen dort 'zur Quelle wurde' und diese Stelle hat nun gleichsam „radioaktive“, d.h. ihrerseits „kontaminierende“ Wirkung auf des Weges kommende Tagesgestirne und vermag offenbar ganze Städte und Völker zu bewegen, am 'passenden Termin' am pasenden Ort zu erscheinen.

Auch in der persönlichen Astrologie ist dieser unerklärte Wirkungsvorgang bekannt als „Transit“ und es werden täglich millionenfach diese „Transite“, dieses „Hinübergehen“ der Tagesgestirne über die individuellen wie kollektiven „radioaktiven“ Tierkreisstellen, d.h. die Planetenpositionen der Geburtshoroskope, beobachtet.

Meine Aufgabe ist es nun, in der Weltastrologie mit der Darstellung von Transiten auf die Königskonjunktionen ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Meine Arbeitshypothese lässt sich in folgende Formel fassen:

Königsgestirn + Tagesgestirn + Bewußtsein = Weltereignis,
oder allgemeiner,

Königskonstellation  +  Tageskonstellation + Bewußtsein  = Weltwahrnehmung.

dem würde, solange die astrologischen Tatbestände sich unerkannt vollziehen, die Gleichung entsprechen:
Unbewusstes + Bewusstsein = Weltgeschichte

Es ist nicht zu übersehen, dass das neuzeitliche Bewusstsein sich noch immer im Wesentlichen für den einzigen Akteur auf den Bühnen der Welt hält, anders als in der Antike,  in welcher dem Witz des Meschen-Bewusstseins das Ausfüllen jenes Schicksalsrahmens oblag, welchen die Götter nach Rat des allwissenden Zeus beschlossen hatten.

Was Königskonjunktionen als solche sind und wie sie zustande kommen,  das soll in den folgenden Kapiteln deutlich werden. Der Leser kann im ersten Teil als Beobachter teilnehmen an drei Ausflügen in ferne Vergangenheiten und bei Untersuchungen aktuellster Gegenwarten im zweiten Teil. Immer geht es dabei um die Beobachtung der Wirkungen von Transiten der Tagesgestirne auf Positionen der Königskonjunktionen.

Es geht im Folgenden um einige erste Skizzen. Ansetzend an ihnen kann ein jeder, der sich einer Chronik und einer „Ephemeride“, d.h. eines Planetenkalenders, zu bedienen weiß, weiterforschen. Das ganze Bild der Zeiten auszumalen, ist eine Aufgabe, die sich über die Generationen erstrecken und naturgemäß nie zu einem Ende kommen wird, denn das Ziel der Reise der Erkenntnis ist immer begriffene Gegenwart. Astrologisches Feststellen und astrologisches Meditieren aber werden sich immer mehr als unverzichtbarer Bestandteil der Menschenbildung erweisen.

Da der Gegenstand das „Welthoroskop“, Beschränkung daher alles ist,  versteht sich, dass in den folgenden Untersuchungen das Blickfeld eingeschränkt sein musste; in den historischen Untersuchungen in naheliegender Weise auf die Bühne des Abendlandes und seiner östlichen Nachbarn.

Die aktuellen Untersuchungen fassen dagegen besonders die Hauptakteure des gegenwärtigen Welttheaters ins Auge, die Vereinigten Staaten von Amerika mit ihren Eingriffen und Wirkungen auf diesem Planeten und die stabilisierende neue alte Größe Eurasien.

Das große europäische Experiment einer kontinentalen Vereinigung konnte in dem vorliegenden Rahmen nicht berücksichtigt werden.  Vorarbeiten für die Darstellung der Beziehungen von Königskonjunktion, Gegenwartshoroskop und unseren, nach einer phönizischen Prinzessin benannten Kontinent, sind aber schon gediehen.

Murnau,  den
28. 6. 2004, 11:10 MESZ.



[1]  In der Psychologie C.G. JUNGs habe ich gelernt, dass jedes Ganzheitsurteil aus zwei einander durchkreuzenden Gegensatzpaaren, z.B. Welt = Osten – Westen und Süden - Norden, besteht. Obigen könnte man als den astrologischen Bewusstseins- Quaternio bezeichnen.
[2] Die „physikalischen“ Begriffe, die hier verwandt werden, sollen als hilfsweise Veranschaulichungen, als Analogien, verstanden werden, keinesfalls aber als physikalische Feststellungen. Solange die Physik die Synchronizitäten, die die Astrologie deutet, ignoriert, wird sie das physische „Substrat“ des Schicksals nicht physikalisch beschreiben können.

[3] Herodotos Forschungen, Bd. IV, S. 188, Anmerkung 425. Limburg/Lahn, ohne Jahr.

[4] Herodotos Forschungen, ebd. S. 120.

Fortsetzung: 

Das Erdhoroskop von 154 - Konstantin



Dokumentation:



No 'Time of Aquarius'? On Sideral and Tropical Zodiacs



kinterra on August 22, 2018 · at 1:45 pm EST/EDT

Mundo Dear Cafe Comrade,

I have been wanting to address this with you and T13 for quite a while. Tropical astrology is not in alignment with reality. Do you have star walk or any app to look at the sky? In real time, the sun just entered Leo. You can see it in plain site. Or look up at the full moon. Knowing the full moon is directly opposite the sun, you will be able to see (with telescope) the full moon will be at 8 degrees Aquarius, thus the sun at 8 degrees Leo.
The tropical zodiac does not consider the procession of the equinox, and is using the vernal point of 0 degrees Aries determined by Ptolemy over 2000 years ago. But since that time the vernal point of the equinox has moved 1 degree every 72 years. The vernal point is now 5 degrees Pisces.
It is the sidereal zodiac that gives the positions of the sun and planets in real time. To understand the energies affecting the earth and the soul we need to understand where the planets really are in the zodiac, which we can directly observe visibly in the heavens. There are some very good sidereal resources, Nick Anthony Fiorenza being highly recommended.
Please receive this in the spirit of helpful dialog to discover a new truth, which often involves unlearning what we have always thought. The tropical positions are not in alignment with what can be directly perceived. Ancient astrology of the Baylonian Magi and other cultures was based on direct observation.Why would this no longer be accurate and applicable to our lives?
Love,
k

Kinterra you write:

"The tropical zodiac does not consider the procession of the equinox  and is using the vernal point of 0 degrees Aries"

I would hold for: "The tropical zodiac does not consider the pro  recession of the equinox around the circle of the sidera and keeps  using the equinox as the vernal point of 0 degrees Aries" ...

... hence my answer:
Greek genius 150 years BC. realized, that the spring-equinox seems to move in a special rhythm of about 26.000 years retrograding around heaven, hence did fix the „tropical zodiac“ insolubly with the

 30° Pisces - 0° Aries border
exactly each year
 when Sun is vertical above the equator 
entering the northern (or southern) equation.
of the southern or northern sky
With this Greek reflection of human intelligence, Earth's  astrology received the trueness, that Aries Leo, Libra a.s.o. are truely measuring - figures oft the times in the Solar family of Earth existing since about 4,6 billion of years as a family with all their gravitational rhythms which incubate incessantly since then every rhythmical  essence in this family of a star. 

hence Earth’s spring is a matter
 completely of
2 x 1/2
 Earth - Sun 
in the solar family ...

... while the next star to Sun is as far, as you might feel the relation of 5 Tennis-balls distributed on  the North-American continent.
Spoken to the point: starry heaven to me has no special information beyond having been a chaotic background-stage for the projection of 4,6 billions of rhythmical Sun - Earth - year’s unconscious routine mirrored in  man’s unconscious psyche rising from China to India and from India to the wild West and above anywhere, where the subtropical belts spread a magical clear heavenly carpet above night and day,
While the spring-equinox in 2170 years slowly grooved through Aries ~ the beginning, in the time between Babylon and  Christ, 72 years a grade, as you mention, the human projections of the 'beginning' aka Spring in the sign of elemetary fire was 'read' in the night-sky and finally cristallized as the fix concept of the tropical zodiac.

The last 2170 years since the unknown '0° Aries' = 30° Pisces spring-point, formerly beginning in sideral Aries, since then becaming sideral Pisces a. s. o. and in 13.000 years spring-point  will beginn in sideral Leo. ..0° Aries tropical zodiac then will be 30° Leo in the sideral zodiac.

You write:
The vernal point is now 5 degrees Pisces“.
Anyone, con – sidering (human wisdom beginning with the ‚sidera‘) a map of he astral zodiac, or heaven itself stretching like the edge of a plate above the southern horizon, anyone will realize, that the figures of the sidera are so different in length, that 5° of Pisces is a pure fiction.

The sideral zodiac is a measure to phantasize Earth's relation to the galaxy, but the relation to our star ist measures by the tropical "phantasy of the universe" called tropical zodiac.

Some say ‚ that the time of spring equinox in Aquarius has been entered last century, some say it’s just happening‘, my take is: it’s like a snake, the head entered with the best minds Pisces 2150 years before the tail is or will be creeping with the last lowbrows finally  from Aries to Pisces. So the beginning of Aquarius-springs hence springs of the toppler, relies on the psychic maturity of the individual between head and tail.
“Ancient astrology of the Baylonian Magi and other cultures was based on
direct observation.Why would this no longer be accurate and applicable to
our lives?”
Because they didn’t know. Why did the creator give us a human brain, allowing to move beyond sensual observation to the intelligible truths?

"Ars perficit quod natura relinquit imperfectum"  (mediaveal Alchemists).

Murnau August 25, UTC 20:08.

Documentation

Mittwoch, 1. Januar 2020

To All My Readers : This to the New One

 31. DEZEMBER 2019











for myth you can take fairy tale,  something, soul understands. There remains only a quarter, the first quadrant of the zodiac, for physical things, matter.
That tells that the space of the psyche comprises the three other quarters. Strictly speaking a bit less than three quaters, cause Cancer, representing the  fourth an element water, indicating that entity which forever is coming together at the deepest level.
Hence Leo till Scorpio: soul, virtually the unique semantical load of inheritance, footing in the inner flows,

while Sagittarius till Pisces: spirit receiving in the medium of the nameless living scooping deity.

And this order of the eternal circle in the figure of the ouroboros funds the freedom of  anyone at his irreplacable place.




 to all readers of the Astromundane Diary
as like  to the chronicler and his dear ones
and to them
to be met again on  summer-nightly
hours of discours
a meaningful year might be
allotted
Murnau, 1. 1. 2020
UTC 20:10